Von Adán de Salas Quiroga
Adán de Salas Quiroga ist Neurobiologe und auf Cannabis sowie auf das Endocannabinoid-System spezialisiert und verfügt über mehr als zehn Jahre Forschungserfahrung. Er hat die therapeutischen Eigenschaften von Cannabis und seine Wirkmechanismen bei verschiedenen klinischen Erkrankungen untersucht und dabei umfassende Erfahrung in zahlreichen biomedizinischen Aspekten im Zusammenhang mit Cannabinoiden gesammelt. Er hat an mehreren Forschungszentren gearbeitet, und seine Arbeit hat zu zahlreichen Artikeln in hochrangigen wissenschaftlichen Fachzeitschriften, einem Buchkapitel und Dutzenden von Vorträgen auf nationalen und internationalen Konferenzen geführt.
Derzeit bietet Adán hochwertige unabhängige Schulungen für Fachkräfte im Gesundheitswesen an und berät Unternehmen im Bereich medizinisches Cannabis in Fragen der Forschung und Entwicklung. In diesem Zusammenhang ist er gemeinsam mit der brasilianischen Neurochirurgin Patrícia Montagner Mitautor des Treatise on Endocannabinoid Medicine (Abhandlung über Endocannabinoid-Medizin), des bislang umfassendsten Kompendiums zur klinischen Evidenz des medizinischen Einsatzes von Cannabis. Er ist außerdem wissenschaftlicher Koordinator des WeCann Summit, der als weltweit größter Kongress für medizinisches Cannabis gilt und jedes Jahr in Brasilien rund 1.500 Ärzte und Ärztinnen aus verschiedenen Fachrichtungen und Ländern zusammenbringt.
Adán hat einen Abschluss in Biologie sowie einen Master- und Doktortitel in Biochemie, Molekularbiologie und Biomedizin von der Universität Complutense Madrid.
Patrícia Montagner ist Neurochirurgin und von der Brasilianischen Gesellschaft für Neurochirurgie zertifiziert. Sie verfügt über eine Zertifizierung des World Institute of Pain (WIP) für minimalinvasive Verfahren zur Schmerzbehandlung. Derzeit ist sie medizinische Direktorin der NeuroVinci-Klinik in Florianópolis. Sie ist Gründerin der WeCann Academy, einer weltweiten Gemeinschaft, die sich der Erforschung der endocannabinoiden Medizin widmet und Fachleute aus aller Welt zusammenbringt, um wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischer Erfahrung zu verbinden. Dr. Patrícia ist außerdem Mitautorin des Treatise on Endocannabinoid Medicine, einem umfassenden Handbuch zu dieser Therapieform, sowie Initiatorin und Gastgeberin des WeCann Summit, des weltweit größten medizinischen Kongresses zur endocannabinoiden Medizin.

Warum haben Sie sich für eine Ausbildung zur Neurochirurgin entschieden?
Ich war schon immer sehr gut in Biologie, hatte den starken Wunsch, Menschen zu helfen und war nie empfindlich, was Blut betrifft. Deshalb habe ich mich für ein Medizinstudium entschieden und schon damals an eine chirurgische Fachrichtung gedacht. Ich habe mich für die Neurochirurgie entschieden, als ich zum ersten Mal ein freiliegendes Gehirn sah, das pulsierte und lebte! Ich war im vierten Jahr meines Medizinstudiums. Es war faszinierend, das leistungsstärkste Organ des menschlichen Körpers in voller Aktivität zu sehen. In diesem Moment beschloss ich, mein ganzes Leben diesem Bereich zu widmen.
Was hat Sie dazu veranlasst, Cannabis zu verschreiben?
Als ich meine Ausbildung abgeschlossen hatte, eröffnete ich meine eigene Praxis und begann, meine eigenen Patienten zu behandeln. Ich hatte erwartet, viele Fälle von Hirntumoren, Aneurysmen und Rückenmarkskompressionen zu sehen... doch tatsächlich kamen zahlreiche Patienten mit chronischen Schmerzen in meine Praxis. Und das kann auch kaum anders sein, immerhin sind Schmerzen der Hauptgrund, warum Menschen in Brasilien und weltweit medizinische Hilfe in Anspruch nehmen; 20 % der Weltbevölkerung leiden an irgendeiner Form chronischer Schmerzen.
Schon bald wurde mir klar, dass das herkömmliche therapeutische Repertoire für viele Patienten mit chronischen Schmerzen und verschiedenen neurologischen Erkrankungen nur begrenzt wirksam war. Ich fühlte mich verpflichtet, denjenigen zu helfen, die keine Behandlung gefunden hatten, die ihre Schmerzen und ihr Leiden lindern konnte. In diesem Moment hielt medizinisches Cannabis Einzug in mein Berufsleben. Vor etwa elf Jahren begann ich, diesen Patienten Produkte auf Cannabisbasis zu verschreiben, und erzielte in vielen Fällen überraschend zufriedenstellende Ergebnisse. Deshalb beschloss ich, mich intensiv mit diesem Thema zu befassen: Ich wollte verstehen, wie und warum diese Behandlungen wirkten, welche Mechanismen den beobachteten Ergebnissen zugrunde lagen und wie ich sie weiter verbessern konnte.
Haben Sie während des Medizinstudiums etwas über Cannabis als therapeutisches Mittel gelernt?
Praktisch nichts. Ich glaube, das Endocannabinoid-System (ECS) wurde in einer Vorlesung zur menschlichen Physiologie kurz erwähnt, aber wir lernten nichts über die Vielzahl der Funktionen, die es reguliert, oder über sein enormes Potenzial als therapeutisches Ziel.
Sie sagen oft, dass wir den Menschen vor die Krankheit stellen sollten. Wie beeinflusst die endocannabinoide Medizin dieses neue Paradigma?
Medizinisches Cannabis hat mich meinem Wunsch nach einer einfacheren, ganzheitlicheren und kosteneffizienteren Medizin wieder nähergebracht und ermöglicht, bei chirurgischen wie nicht chirurgischen Patienten bessere Ergebnisse zu erzielen.
Arzneimittel mit einem einzelnen Wirkstoff haben in der Regel nur einen eng begrenzten Wirkungsbereich. Wir brauchen für jedes Symptom ein Molekül. Wir verschreiben Opioide gegen Schmerzen, Antikonvulsiva bei neuropathischen Schmerzen, Antipsychotika und Antidepressiva bei Stimmungserkrankungen, Benzodiazepine bei Angstzuständen und Schlaflosigkeit, Mittel gegen Übelkeit, Muskelrelaxanzien bei Spastizität... Im Gegensatz dazu bieten multimolekulare Arzneimittel wie Cannabis ein breites Wirkungsspektrum und ermöglichen es, den Menschen als Ganzes zu behandeln, nicht nur ein Symptom. Eine Patientin oder ein Patient mit Schlaganfall oder Multipler Sklerose, die bzw. der Cannabis zur Linderung spastisch bedingter Schmerzen verwendet, erlebt zugleich eine Verbesserung der Schlafqualität und der Stimmung. Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, die Cannabis verwenden, beugen nicht nur Schmerzschüben vor, sondern schlafen besser, sind weniger gereizt und ängstlich und zugleich geselliger und produktiver. Eine Patientin oder ein Patient mit Krebs und tumorbedingten Schmerzen profitiert nicht nur von der schmerzlindernden Wirkung von Cannabis, sondern auch von dessen antiemetischen Eigenschaften – der Appetitanregung, der schlaffördernden Wirkung sowie dem Gefühl des Wohlbefindens und der Entspannung – die oft mit diesen Wirkstoffen einhergehen.
Das bedeutet nicht, dass Cannabis ein Allheilmittel ist – die Lösung für jedes Problem – oder dass wir alles andere aufgeben und unseren Patienten nur noch Cannabis verschreiben sollten. Doch die heutigen pharmakologischen Optionen für die meisten chronischen Erkrankungen bewegen sich weitgehend im palliativen Bereich, indem sie nur gelegentliche Symptome behandeln und bei Weitem nicht ausreichen, um ätiopathogenetische Prozesse umzukehren. Die endocannabinoide Medizin hat das Potenzial, dieses Paradigma zu ändern. Die therapeutischen Eigenschaften der Cannabinoide und die Modulation des ECS bieten die reale Möglichkeit, Patienten auf mehreren Ebenen zu behandeln und den natürlichen Verlauf dieser Erkrankungen zu beeinflussen und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Sie sind Gründerin der WeCann Academy, einer führenden Plattform für Aus- und Weiterbildung in endocannabinoider Medizin in Lateinamerika und einer der größten ihrer Art weltweit. Können Sie erklären, was die WeCann Academy bietet und was Sie dazu veranlasst hat, sie zu gründen?
Wie ich bereits sagte, unterscheidet sich die Verschreibung von Cannabis deutlich vom üblichen allopathischen Ansatz. Hier haben wir ein breites Wirkungsspektrum, mehrere Moleküle, die auf mehrere Ziele einwirken und direkt mit einem hochkomplexen System interagieren. Wir haben ein breites therapeutisches Fenster und bidirektionale Wirkungen, die dosisabhängig sind. Patienten mit derselben Diagnose und denselben Symptomen können auf unterschiedliche Formulierungen ähnlich reagieren, und selbst deutlich abweichende Dosierungen können vergleichbare Ergebnisse erzielen. Bei diesen Therapien ist jeder Fall einzigartig, und wenn man nicht weiß, wie man die Behandlung individuell anpasst, ist es unmöglich, gute Ergebnisse zu erzielen.
Wie sollen wir dieses Wissen erwerben, wenn Ärzte weder im Medizinstudium noch in der Facharztausbildung Zugang dazu haben? WeCann wurde ins Leben gerufen, um genau dieses Problem zu lösen, Ärzten aller Fachrichtungen und aus aller Welt dabei zu unterstützen, dieses Wissen sicher und wirkungsvoll in ihre Praxis zu integrieren.
Unsere Plattform bietet mehr als 300 Stunden aufgezeichneter Unterrichtseinheiten mit fachlichen Inhalten, fortlaufende Aktualisierungen durch Vorträge international renommierter Ärzte und Ärztinnen und Wissenschaftler, Live-Diskussionen klinischer Fälle, spezialisierte Lernpfade für verschiedene Fachrichtungen, Foren zum Austausch über reale Fälle in einer Gemeinschaft von inzwischen mehr als 3.000 Ärzten sowie ein digitales Buch, das sämtliches technisches Material aus den Unterrichtseinheiten zusammenfasst und systematisch aufbereitet.
Sie sind Mitautor von Treatise on Endocannabinoid Medicine (Abhandlung über endocannabinoide Medizin). Was dürfen die Leser erwarten?
Seit der Entdeckung des ECS hat die Forschung exponentiell zugenommen. Derzeit finden sich auf PubMed über 39.000 wissenschaftliche Artikel, wenn man nach dem Begriff „Cannabinoide" sucht. Das stellt für Ärzte und Ärztinnen, die sich in einem von Studien, Vorurteilen und Stigmata überfrachteten Bereich mit fundiertem kritischem Urteilsvermögen positionieren möchten, eine große Herausforderung dar. Selbst für diejenigen, die die Zeit und Motivation finden, hervorragende wissenschaftliche Publikationen zu analysieren, bleibt es schwierig, praktische Leitlinien für Verschreibungsstrategien zu entwickeln.
Die Abhandlung umfasst mehr als zweitausend wissenschaftliche Artikel und bietet einen schnellen und einfachen Zugang zu Theorie und Praxis an einem Ort. Das Handbuch untersucht die Rolle des ECS und das therapeutische Potenzial von Cannabis bei mehr als 30 Erkrankungen und klinischen Zuständen und bietet einen detaillierten Überblick über die fundiertesten und aktuellsten Erkenntnisse auf diesem Gebiet; außerdem enthält es die umfassende praktische Erfahrung von Fachleuten, die seit Jahrzehnten Tausende von Patienten bei der regelmäßigen Anwendung von medizinischem Cannabis begleiten. Wir haben daran gearbeitet, es mit Bildern und Grafiken, die den Text zum Leben erwecken und ihn für die Leser leichter verständlich machen, zu einer ansprechenden Lektüre werden zu lassen.
Abgesehen von den Kursen, an welchen weiteren Projekten arbeitet die WeCann Academy derzeit?
Im Jahr 2023 haben wir ein Projekt ins Leben gerufen, um die vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Wirksamkeit von medizinischem Cannabis sichtbarer zu machen und der Wissenschaft (nicht den Emotionen) die Richtung vorzugeben. Zu diesem Zweck gingen wir eine Partnerschaft mit dem Brazilian Academic Consortium for Integrative Health (CABSIN) und mit BIREME, dem Lateinamerikanischen und Karibischen Zentrum für Gesundheitswissenschaftliche Information, ein, einer Einrichtung, die für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Informationen und Erkenntnisse für die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zuständig ist. Wir haben ein Forscherteam zusammengestellt, um die Evidenzkarte für medizinisches Cannabis zu entwickeln, mit dem Ziel, Gesundheitsfachkräfte, Entscheidungsträger und Forschende bei evidenzbasierten Entscheidungen auf Grundlage qualifizierter wissenschaftlicher Daten zu unterstützen. Für die Erstellung der Karte wurden ausschließlich systematische Übersichtsarbeiten verwendet – die Spitze der Evidenzpyramide. Um das Konfidenzniveau und die Qualität der in diesen systematischen Übersichtsarbeiten dargestellten Evidenz zu bewerten, setzten externe Gutachter das Instrument AMSTAR 2 ein.
Unter Berücksichtigung ausschließlich solcher Studien mit hohem Konfidenzniveau und positiven oder potenziell positiven Wirkungen zeigte die Karte zahlreiche Anwendungsgebiete, die über Epilepsie hinausgehen – etwa Schmerzlinderung (einschließlich neuropathischer Schmerzen), Multiple Sklerose, Muskelspastizität, Verbesserungen der Schlafqualität sowie Entzugssymptomen. Obwohl Studien mit positiven oder potenziell positiven Ergebnissen überwiegen, gibt es auch zahlreiche Studien mit nicht schlüssigen Resultaten oder ohne Wirkung. Derzeit konzentrieren sich die wichtigsten Wissenslücken zu medizinischem Cannabis auf psychische Störungen.
Wir brauchen mehr Studien, die Verbesserungen bei subjektiven Parametern – wie beispielsweise der allgemeinen Lebensqualität – in Zahlen und Messgrößen übersetzen. Das ist etwas, das wir in der Praxis bei dieser Therapie häufig beobachten, das jedoch in den meisten Studien nur schwer erfasst werden kann.
Die vollständige Methodik der Karte sowie ihre wichtigsten Ergebnisse sind in der offiziellen Veröffentlichung* einsehbar.
Dieses Jahr organisieren Sie die dritte Ausgabe des WeCann Summit, der weltweit größten Veranstaltung zum Thema endocannabinoide Medizin. Könnten Sie uns einen Überblick über den Kongress geben und verraten, was für 2025 geplant ist?
Die WeCann Academy ist im Wesentlichen im digitalen Bereich tätig, aber von Anfang an wollten wir die Dynamik und Kraft einer persönlichen Zusammenkunft nutzen. Das war zwar nicht unser Ziel, doch bereits bei der ersten Ausgabe im Jahr 2023 wurden wir zum größten medizinischen Kongress auf diesem Gebiet und bringen über 1.300 Ärzte und Ärztinnen aus mehr als 50 Fachrichtungen zusammen. Im Jahr 2024 kamen erneut über 1.400 Ärzte und Ärztinnen aus allen brasilianischen Bundesstaaten und mehreren Ländern zusammen, um zu lernen, Erfahrungen auszutauschen, ihr Wissen zu erweitern und in der Praxis bessere Ergebnisse zu erzielen.
Der WeCann Summit ist ein medizinischer Kongress, der bewusst als immersive und klar strukturierte Lernreise konzipiert wurde. Wir berücksichtigen die unterschiedlichen Wissensstände unseres Publikums und wählen das Programm sorgfältig anhand der Themen aus, die wir als besonders wesentlich und zukunftsweisend erachten. Auf Wunsch unseres Publikums organisieren wir die Inhalte der Ausgabe 2025 in vier Themenbereiche: eine Einführung in medizinisches Cannabis mit Vorträgen zu den Grundlagen des ECS und den wichtigsten klinischen Anwendungen, um Ärzte verschiedener Fachrichtungen bei ihren ersten Verschreibungen zu unterstützen; ein Fortgeschrittenenkurs zu medizinischem Cannabis mit speziellen Inhalten für erfahrene Verschreiber mit entsprechender Vorbildung, der sich auf komplexe Szenarien und fortgeschrittene therapeutische Strategien konzentriert; neue Grenzen der Medizin, in dem neue Technologien und potenziell revolutionäre Behandlungsmethoden untersucht werden und ein Update zu den vielversprechendsten Bereichen der Medizin geboten wird. In diesem Jahr werden wir den Einfluss künstlicher Intelligenz in der Medizin thematisieren, neue Paradigmen in der Behandlung psychischer Erkrankungen durch psychedelisch unterstützte Therapien – etwa mit Ketamin, Ayahuasca, Psilocybin, MDMA und anderen Substanzen – vorstellen sowie eine umfassende Auseinandersetzung mit den zentralen Konzepten und wichtigsten Anwendungen der regenerativen Medizin anbieten. Und schließlich ein exklusiver Themenbereich mit Fallbesprechungen aus der Praxis zu unterschiedlichen Erkrankungen, der Ärzten konkrete Anleitungen für die unmittelbare Anwendung in der klinischen Praxis bietet.
Lassen Sie uns ein wenig spekulieren. Wie sehen Sie angesichts der medizinischen, pharmakologischen und technologischen Fortschritte die Zukunft der Medizin?
Die Zukunft der Medizin ist evidenzbasiert und stützt sich auf Daten aus der Praxis, stellt die individuellen Bedürfnisse und Besonderheiten jedes Patienten in den Mittelpunkt und nutzt Technologien, die darauf ausgelegt sind, die Arzt-Patient-Beziehung zu optimieren, zu stärken und zu verbessern und so die Risiken und Kosten der therapeutischen Versorgung zu reduzieren.
Die Kombination von hochwertigen wissenschaftlichen Erkenntnissen mit Daten aus der Praxis erhöht die Präzision von Diagnose und Therapie, ermöglicht eine zunehmend personalisierte, an messbaren Ergebnissen orientierte Versorgung und macht in der medizinischen Praxis jede Konsultation zu einem Teil eines fortlaufenden Lern- und Verbesserungsprozesses. Die Technologien, die dieser Transformation zugrunde liegen – wie künstliche Intelligenz, intelligente Patientenakten und digitale Systeme zur klinischen Unterstützung – werden die menschliche Dimension der Versorgung nicht ersetzen, sondern stärken. Indem sie Bürokratie abbauen und Behandlungsprozesse effizienter gestalten, schenken sie Ärzten wieder wertvolle Zeit, um zuzuhören, Empathie zu zeigen und ihren Patienten echte Präsenz zu widmen.
Das Ergebnis ist ein Modell der Medizin, das sicherer, effizienter, nachhaltiger und im Wesentlichen menschlich ist.
Vielen Dank für Ihre Zeit und dafür, dass Sie uns Ihre Sichtweise mitgeteilt haben, Patrícia. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren Projekten.
* Montagner et al., Charting the therapeutic landscape: a comprehensive evidence map on medical cannabis for health outcomes Front. Pharmacol. 2024 Nov 26:15:1494492 (https://www.frontiersin.org/journals/pharmacology/articles/10.3389/fphar.2024.1494492/full)